CHIP-Medizintrends 2015: Technische Spielereien oder echte Hilfsmittel?

Die Computerzeitschrift CHIP präsentiert in Ihrer aktuellen Ausgabe unter anderem drei „Medizintrends“, die aus ihrer Sicht im Jahr 2015 einer Rolle spielen könnten. Geht es dabei nur um technische Spielereien für Computer- und Smartphone-Begeisterte oder steckt mehr dahinter?

Autor: Dr. Michael Knochel

Zunächst stehen tatsächlich Produkte im Fokus, die man derzeit eher noch in die Welt der Gadgets einordnen würde. High-Tech-Brillen erschließen nicht nur spielerisch virtuelle Welten, sondern sollen z. B. mithilfe von entsprechenden Apps Autisten ermöglichen, die Mimik der Menschen in ihrer Umgebung zu deuten. Allerdings gibt es bisher keine klinischen Daten, die dies belegen könnten.

Bluttests per App?

Als einen weiteren Trend hat CHIP dezentrale Bluttests mit digitaler Datenübertragung an den behandelnden Arzt ausgemacht. Allerdings scheint mir dieser „Trend“ so neu nicht zu sein. Dass man die medizinische Diagnostik überall da, wo es möglich ist, näher an den Patienten bringen möchte, ist eine Entwicklung, die in der Medizintechnik schon länger zu beobachten ist.

„Doktor Google“

Der dritte Punkt schließlich betrifft Anwendungen, wie Sie in den USA z. B. von Google entwickelt wurden. Nach der Eingabe von Krankheitssymptomen und Beschwerden „berät“ die App den Patienten zu passenden (Fach-)Ärzten und hat auch gleich die entsprechenden Kontaktdaten parat, in der näheren Umgebung versteht sich. Der aktuelle Standort des Patienten ist der Anwendung natürlich bekannt.

Die Suche nach dem „richtigen“ Arzt ist sicherlich ein Thema, das viele Patienten umtreibt. Nur stellt sich mir hier sofort die Frage: Möchten wir die Entwicklung solcher Apps wirklich Google und Co. überlassen?

Quelle: Pressemitteilung der Zeitschrift CHIP vom 2. Dezember 2014

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