E-Media vs. Print

Ich geb es Ihnen schwarz auf weiß. Print ist tot, es lebe Print. Schwarz auf weiß? Dieser Ausdruck stand mal für etwas Geschriebenes, etwas Beständiges, etwas, was sich nicht so leicht ändern lässt, etwas Gedrucktes? Es geht um Vertrauen …. Gilt dieser Ausspruch auch für E-Media und dann auch noch speziell für die Marketingbranche?

Autor: Alexander Dospil

Ganz klar hat E-Media bestechende Vorteile. Man erreicht seine Zielgruppe schnell, direkt und günstig. Die Inhalte sind leicht veränderbar und damit auch problemlos aktuell zu halten. Und E-Media-Inhalte lassen sich ganz einfach tracken. Mit diesem Wissen werden neue Kampagnen verfeinert und können gezielter einsetzt und gesteuert werden. Closed-Loop-Marketing ist hier das Stichwort: E-Media-Kampagnen werden im Zyklus durch den Vertrieb oder auch den Kunden selbst analysiert und beurteilt, anschließend verbessert, um danach noch zielgerichteter am potentiellen Kunden eingesetzt werden zu können.E-Media ist immer noch günstiger, obwohl es mittlerweile auch Online-Druckereien gibt, die Preise verlangen, die jedem Baumliebhaber die Tränen in die Augen treiben dürften. Zu den Anfängen der Online-Druckereien gab es eine wahre Schwemme an Werbematerialien in unseren Briefkästen auf billigem und dünnem Papier. Nichts wanderte schneller in den Papierkorb als die wöchentliche Prospektflut.

Doch ist in letzter Zeit wieder eine Umkehr zu erkennen – hin zu qualitativ hochwertigen Drucken. Drucke, die in edler Aufmachung, Beständigkeit und Wert vermitteln. Das Gedruckte währt länger und überträgt diese Beständigkeit und Verlässlichkeit auch auf den Inhalt.

Aus Agentursicht ist daher ganz klar, dass es die Mischung macht. Die Zielgruppe und deren Erreichbarkeit bestimmen das Medium. Und nichts ist so langweilig wie jeden Tag Spaghetti. Was auch für die Medienkanäle gilt: Wechseln Sie ab! Nutzen Sie Ihre Inhalte cross-medial und hinterlassen Sie innovative, schnelle, aktuelle und zielgerichtete Online-Botschaften genauso wie wertige und bleibende Print-Nachrichten um Ihre Botschaften langfristig zu festigen.

E-Media und Print können sich gegenseitig hervorragend ergänzen: So zu sagen, ein Zusammenspiel aus aktuell und zeitlos-wertschöpfend, sofort und gründlich, Blog-Mentalität und traditioneller Redaktionsarbeit.

Wie bei so vielen Dingen kommt es auf das Maß und eben die Mischung an.

Nehmen wir ein Außendienst-Gespräch in der Pharma-Branche als Bespiel. Im besten Fall begeistert der Außendienst den Arzt im Gespräch mit interaktiven, animierten und hochaktuelle Studien-Daten auf einem iPad. Lässt den Arzt selbst zum Inhalt der Präsentation werden und springt gezielt auf die Inhalte die von Interesse sind. Es entsteht ein aktives und interessantes Gespräch. Doch wenn das Gespräch vorüber ist? Was erinnert den Arzt an das Gespräch, wenn er dem für das Medikament geeigneten Patienten vor sich hat?

Nach dem Gespräch sollte der Außendienst sinnvolle, punktierte, wertige und unterstützende Print-Materialien hinterlassen, um sich, das Gespräch und natürlich auch das wirksame Medikament beim Arzt im Gedächtnis zu halten.

Also halten wir es lieber wie zu den besten Zeiten der Französischen Revolution und rufen: Egalité, Fraternité, Liberté für ein friedliches und bereicherndes Miteinander von Print und E-Media.

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