IKK classic-Umfrage: Mehr als jeder Fünfte nutzt bereits medizinische Apps

IKK-Umfrage zu medizinischen Apps

Nach einer repräsentativen Online-Umfrage der IKK classic zum Thema „Medizin- und Gesundheits-Apps“ nutzen bereits 22 % der Deutschen medizinische Apps auf ihrem Smartphone.

Autor: Dr. Michael Knochel

Nützliche Funktionen …

Besonders beliebt sind offenbar Apps, die kompakt und übersichtlich Informationen für den medizinischen Notfall zur Verfügung stellen, letzteres vor allem dann, wenn die App entsprechend der persönlichen Situation des Nutzers individualisiert werden kann. Aber nicht nur für den eigenen Notfall, sondern auch für den Fall, dass anderen geholfen werden muss, möchten Smartphone- Nutzer gerüstet sein. Mehr als zwei Drittel aller Befragten kann sich vorstellen, Apps mit Anweisungen zur Durchführung von erster Hilfe zu nutzen. Allerdings nutzen erst 2 % derartige Apps bereits heute.

Wenn es um medizinische Funktionen im engeren Sinn geht, werden besonders Apps geschätzt, die der Messung bzw. Dokumentierung eigener Gesundheitswerte dienen oder die es Patienten erleichtern, ein Patiententagebuch zu führen und an die regelmäßige Einnahme ihrer Medikamente zu denken.

Als sehr hilfreich werden übrigens auch Apps bewertet, die die Kommunikation innerhalb des Gesundheitssystems unterstützen, z. B. Programme zur Terminvereinbarung beim Arzt oder zur Dokumentation innerhalb von Gesundheitsprogrammen und Bonus-Programmen der Krankenkassen.

… und Bedenken

Am meisten Sorgen beim Umgang mit medizinischen Apps macht den Befragten eindeutig die Gefahr von Fehldiagnosen (39 %), während lediglich 14 % der Nutzer Datenschutz-Risiken als Hauptproblem einschätzten. Allerdings waren bei dieser Frage keine Mehrfach-Nennungen möglich, so dass Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes möglicherweise von deutlich mehr Nutzern geteilt werden.

Dies zeigt sich auch bei der letzten Frage, in der die Teilnehmer gebeten wurden, ihre Wünsche an eine geplante EU-Regulierung von Gesundheits-Apps zu äußern. Hier lag die Sicherstellung der Daten vor externem Zugriff ganz vorne (55 %). Und fast ebenso häufig wurde die Gewährleistung der Richtigkeit der medizinischen Angaben genannt, eine entsprechende Prüfung durch Fachleute und ein anerkanntes Siegel würden ebenfalls mehr als 50 % der Befragten befürworten.

Fazit

Auf was kommt es an bei medizinischen Apps? Überraschung: Auf die Qualität! Wenn es um die eigene Gesundheit geht, verstehen auch Smartphone-Nutzer keinen Spaß. Medizinische Apps sind eben keine Spiele, mit denen man sich nur mal kurz in einer Pause oder in der U-Bahn unterhalten möchte. Wen wundert’s?

Quelle: Pressemitteilung der IKK classic vom 4. August 2014. Die vollständigen Ergebnisse der Repräsentativbefragung stehen unter www.ikk-classic.de/umfrage zur Verfügung.

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