LA-MED Facharzt-Studie 2014: Nur geringer Reichweitenverlust und hohe crossmediale Aktivierung

Trotz eines geringen Reichweitenverlustes gehören medizinische Fachzeitschriften immer noch zu den wichtigsten Informationsmedien für Fachärzte. Und, wie die zum zweiten Mal erhobenen Daten zur crossmedialen Aktivierung zeigen: Ärzte werden durch Fachzeitschriften in einem hohen Maß dazu angeregt, auch andere Medien zu nutzen, um sich noch eingehender zu informieren.

Autor: Dr. Michael Knochel


In die LA-MED Facharztstudie 2014 wurde erstmals auch die Nutzung medizinischer Fachwebsites mit einbezogen. Möglicherweise kann der zunehmende Erfolg von Portalen medizinischer Verlage wie www.aerzteblatt.de, www.springermedizin.de und www.thieme.de aber auch von Websites wie www.doccheck.de den leichten Rückgang der Zeitschriftenreichweiten durchaus kompensieren.

Crossmediale Aktivierung

Am spannendsten sind aber vielleicht die Ergebnisse der zum zweiten Mal durchgeführten Analyse zur Aktivierungsleistung der Fachzeitschriften. Damit ist jede Anregung von Aktivitäten wie der Nutzung von weiteren Medien oder dem Besuch einer Veranstaltung, aber auch von Verhaltensänderungen bis hin zur Verordnung bestimmter Präparate gemeint.

Im Einzelnen wurden folgende Ergebnisse ermittelt:

  • 89 % der Fachärzte haben auf der Basis von Beiträgen in Zeitschriften eine neue Therapie in Erwägung gezogen.
  • Sehr viele Fachärzte ließen sich auch zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen (76,6 %) oder Kongressen bzw. Fachveranstaltungen (67,7 %) anregen.
  • 61,4 % der Fachärzte besuchten nach der Zeitschriftenlektüre Websites von Verlagen oder Pharmaunternehmen, um sich weiter zu informieren.
  • Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten wurde durch Fachzeitschriften dazu animiert, neue Angebote für Patienten zu beginnen (55,6 %), Informationsmaterial zu bestellen (55,4 %) oder auch Pharmareferenten anzusprechen (55,3 %).
  • Direkten Kontakt zu Hersteller- oder Dienstleistungsunternehmen suchten 33,8 % der Fachärzte.
  • Und auch die Wirkung von Mailings konnte durch Beiträge oder Anzeigen in Fachzeitschriften verstärkt werden. 33,2 % der Fachärzte gaben an, dass sie sich aufgrund ihrer Fachzeitschriftenlektüre Mailings gezielt näher angeschaut haben.

Der (Marketing-)Mix macht‘s

Alle diese Ergebnisse zeigen wieder einmal, dass es einfach Sinn macht, Marketing-Aktivitäten nicht nur auf einen einzigen Kommunikationskanal zu beschränken. Eine Website muss promotet werden, Mailings sollten durch flankierende Maßnahmen unterstützt werden und natürlich sollte auch der Außendienst in alle diese Aktionen eingebunden werden.
Print wirkt. Online wirkt. Persönliche Kommunikation wirkt. Und am besten wirken alle zusammen.

Quelle: www.la-med.de

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