Pharmafirmen als Dienstleister für Patienten?

Eines der auf dem Unternehmertag des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) diskutierten Themen war die zunehmende Aktivität von Pharmaunternehmen als Dienstleister in der direkten Kommunikation mit Patienten.

Autor: Dr. Michael Knochel

In einem Gastbeitrag betonte Joss Hertle von Google Deutschland die Einschätzung seines Unternehmens, dass die Bedeutung des „aufgeklärten Patienten“ weiter zunehmen wird. Untermauert wurde diese These durch eigene Daten des Suchmaschinen-Anbieters zu Anfragen aus den Bereichen Gesundheit und Medizin.

So werden bei Google täglich etwa 14 Millionen Suchvorgänge zu gesundheitsbezogenen Begriffen registriert. Am „beliebtesten“ sind dabei zwar die Bereiche Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, das Spektrum reicht aber auch bis zu deutlich komplexeren Themen wie Schmerzen oder psychische Erkrankungen.

Hertle sieht hier offenbar nicht nur eine originäre Aufgabe der Unternehmen sondern auch die große Chance für die Pharmabranche, direkt mit den Patienten in eine qualifizierte Kommunikation treten zu können.

Ergänzen sollte man an dieser Stelle vielleicht noch, dass Patienten auf der Suche nach Informationen zu ihrer Gesundheit oder zu ihrer spezifischen Erkrankungen mit qualitativ hochwertigen Inhalten in einer verständlichen Sprache ernst genommen werden sollten. Es kommt – wieder einmal – auf den vielzitierten Content an. Ein aus „Funk und Fernsehen“ bekanntes Hochglanz-Design wird sicherlich nicht ausreichen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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