VFA-Transparenzkodex: Podiumsdiskussion mit Fachgesellschaften

Das „Ob“ einer Zusammenarbeit zwischen pharmazeutischer Industrie und Ärzten bzw. medizinischen Fachgesellschaften ist unumstritten. Über das „Wie“ und insbesondere über den seit Anfang diesen Jahres praktizierten Transparenzkodex diskutierte die VFA-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer anlässlich einer Podiumsdiskussion mit drei Vertretern wichtiger medizinischer Fachgesellschaften.

Autor: Dr. Michael Knochel

Einig waren sich alle Teilnehmer über die hohe Bedeutung der Transparenz bei allen Formen der Kooperation. Für den VFA steht eine klare Rollenverteilung zwischen Ärzten und Industrie und damit die für alle nachvollziehbare Art der Zusammenarbeit klar im Vordergrund.

Auch die Vertreter der drei Fachgesellschaften – PD Dr. Jungehülsing für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Prof. Dr. Renz für die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Prof. Dr. Wörmann für die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie – ließen keinen Zweifel daran, dass Aufgaben wie die Organisation wissenschaftlicher Kongresse aber auch die gesetzlich geforderte medizinische Fortbildung und vor allem große klinische Studien ohne Zuwendungen aus der pharmazeutischen Industrie praktisch nicht zu bewältigen wären.

Auch wenn es aus Sicht der Fachgesellschaften wünschenswert wäre, wenn all dies mit Hilfe öffentlicher Gelder finanziert werden könnte – diese stehen einfach bei weitem nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung.

Interessant ist, dass die finanzielle Förderung aus Sicht der Fachgesellschaften nur einen Aspekt der Kooperation darstellt. Als ebenso wichtig werden die Wissensgewinnung durch eine enge Zusammenarbeit bei Forschungsvorhaben sowie der Wissenstransfer durch qualitativ hochwertige ärztliche Fortbildung eingeschätzt.

Die Dynamik der Entwicklung neuer Medikamente durch die pharmazeutische Industrie mit dem Know-how der Fachgesellschaften aus der täglichen medizinischen Praxis zu verbinden, ist ein Ziel, auf das sich wohl alle Diskussionsteilnehmer einigen können. Und ebenso darauf, dass Vertrauen in die Kooperation nur entstehen und bewahrt werden kann, wenn gemeinsame und transparente Spielregeln entwickelt und eingehalten werden.

Quelle: Verband forschender Arzneimittelhersteller

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